01. März 2012 Premiere - Hannah das Eis schmilzt
Eine Gruppe von Inuit freut sich tanzend und lachend: Endlich schmilzt das Eis! Endlich haben sie Zugang zu fruchtbarem Ackerboden! Endlich können sie Karotten anbauen!
Die Szene ist keine grotesk-zynische Zuspitzung unserer mit dem Klimawandel verbundenen Ängste – diese Szene war jüngst in einer TV-Reportage zu sehen. Wir sind live dabei, wenn die neue Spezies des arktischen Bauern geboren wird! Den schmalen Grat zwischen der Gewissheit, Zeuge einer Katastrophe zu sein, und dem Verdacht, einer inszenierten Realsatire beizuwohnen, betreten die Autorin Marianne Freidig und der Komponist Boris Bell mit „Petrol oder Die Geburt des arktischen Bauern. Eine MusikTheaterFarce“.  Sie unternehmen damit den Versuch, ein existentielles Thema unserer Gegenwart für die Musik-Theater-Bühne fruchtbar zu machen, dabei aber gleichwohl den künstlerischen Anspruch nicht einer tagesaktuellen Beliebigkeit unterzuordnen. Sie werden vom jungen und experimentierfreudigen Ensemble Tzara aus Zürich und dem holländischen Regisseur Matthias Mooij unterstützt.

Hannah und Jens, Projektleiterin und Ingenieur eines Ölkonzerns, fördern Öl in der Arktis. Als die Tanker, die es nach Europa transportieren sollen, ausbleiben, fallen sie zunehmend aus ihrer bekannten Welt heraus und bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Realität, (Alb-) Traum und Halluzination. Und die Inuit bereiten sich auf eine neue Zeit und ihre Existenz als arktische Bauern vor.

Der Text von Marianne Freidig ist in 5 Teilen aufgebaut, in denen Ungewissheit und Chaos sich steigern. Die Musik von Boris Bell entwickelt sich in die gegensätzliche Richtung; sie wird im Laufe des Stücks immer harmonischer und ruhiger. Durch das Mittel der Space Notation wird schafft sie ein enges Zusammenspiel zwischen dem musikalischen und dem sprachlichen Rhythmus.
Komposition
Boris Bell

Autorin
Marianne Freidig

Regie
Matthias Mooij

Ausstattung
Jean Marc Desbonnets /
Mirjam Egli

technik
Stefan Marti

Dramaturgie
Peter-Jakob Kelting

Schauspiel

Sebastian Krähenbühl
Jens, Ingenieur

Anna-Katharina Müller
Hannah, Projektleiterin

Tenor
Robert Koller               
Chef des Ölkonzerns

Musiker
Ensemble Tzara
Inuit oder arktische Bauern

Produktion
stranger in company®

Spieldaten

Theater Tuchlaube, Aarau
01.03.2012 (Premiere)
02.03.2012   

03.03.2012   

gare du nord, Basel   
11.05.2012

Theater Rigiblick, Zürich
22.05.2012   

23.05.2012   
07.06.2012

Schlachthaus, Bern
06.06.2012

08.06.2012
09.06.2012
13. März 2012 - Cézanne - Mit einem Apfel will ich Paris in Erstaunen versetzen

Mit einem Apfel will ich Paris in Erstaunen versetzen

Ein Theaterabend mit H.-D. Jendreyko und Luzius Heydrich

(nach „Gespräche mit Cézanne“, Diogenes Verlag)
 

 

Ausgangspunkt ist der tägliche Marsch Cezannes ins Sainte-Victoire-Gebirge, einem Motiv zahlreicher seiner Gemälde. Dabei spricht ihn ein junger Verehrer, ein Maler und Schriftsteller aus Paris, an. Er wünscht einige Werke von ihm sehen zu dürfen. Paul Cezanne weicht aus, nimmt ihn aber mit „sur le motif“ und durch die Universitätsstadt Aix-en-Provence. Dieser gemeinsame Streifzug zieht sich auch durch das Stück und durch das Basler Theater. 

Worüber sprechen die beiden auf diesem Weg? Der junge Verehrer befragt Cezanne nach seinem Leben und Cezanne führt das Gespräch immer wieder auf das, was sein Leben ist: die Malerei. Wieder und wieder unterbricht er den Gang und beobachtet: „Alles was wir sehen entschwindet, aber die NATUR ist immer dieselbe – was ist hinter der Natur? – vielleicht nichts? – vielleicht alles!“ Um das Entschwindende in seiner Malerei nicht festzumachen, bringt er diese hohe Konzentration des Sehens bis zur Selbstzerstörung auf: „Unser Sehvermögen ist verbraucht durch die Erinnerung an tausend Bilder, wir sehen nicht mehr die Natur, wir sehen die Bilder wieder. Sehen als ob man eben geboren worden ist.“

Er schwärmt von Delacroix, von Monet und der Provence, erzählt schräge Geschichten, rezitiert Baudelaire, spöttelt über Renoir, widerspricht sich, erklärt die Vorgänge seines Sehens, empfindet sich als Klassiker und stürmt schliesslich voll Begeisterung durch den Louvre.

H.-Dieter Jendreyko hat als Schauspieler und Regisseur u.a. in Bremen, München, Zürich, Basel und Frankfurt gearbeitet, bevor er 1986 in Basel das Od-theater gründete und in freien Produktionen literarisch anspruchsvolle Stoffe an theaterungewöhnlichen Orten zur Aufführung brachte, beispielhaft dafür war die Inszenierung des „Sommernachtstraum“ 2009 in der E-Halle in Basel.

Luzius Heydrich wurde 1982 in Arlesheim, Schweiz, geboren. Nach seinen ersten Theatererfahrungen als Statist und im Jugendclub des Theater Basel, studierte er Medizin und dann Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Bereits bei „Jugend ohne Gott“, einer Od-theater Produktion von 1997, stellte er sein schauspielerisches Talent unter Beweis.

Regie
Andreas Schulz

Schauspieler
H. - D. Jendreyko
Paul Cezanne

Luzius Heydrich
Begleiter

Ausstattung 
Michael Hein

REGIEassistenz
Josef Simon

Eine Produktion des Od-theaters. In Koproduktion mit dem Theater Basel.
Spieldaten

Theater Basel, Basel

Mo 20.02.2012
Di 21.02.2012
Di 23.03.2012
So 25.03.2012
Mo 24.04.2012

Di  25.10.2011 (Premiere)

Do 27.10.2011
Di  22.11.2011
Di  06.12.2011
Mo 12.12.2011

Mo 16.01.2012
Di  17.01.2012

jeweils 20.00 Uhr, Eingang Nachtcafé 


Eintrittspreise: CHF 37.- / ermässigt CHF 21.- (ohne Garderobengebühr)

VVK: Billettkasse Theater Basel, Tel. +41/(0)61-295 11 33 oder per mail:  billettkasse@theater-basel.ch
Wir danken

Alfred Richterich Stiftung
Artephila Stiftung
Edith Maryon Stiftung
Ernst Göhner Stiftung
Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel (GGG)
Scheidegger-Thommen Stiftung
22. März 2012 Premiere - What you want is not what you get

Zwar stehen Erwartungen, Pläne und Lebensentwürfe, Vorhaben und Wünsche, die nicht so in Erfüllung gingen / gehen, wie erhofft im Mittelpunkt der neuen Produktion von Lumpenbrüder Productions – keineswegs aber stimmen die Theatermacher aus Berlin und Basel einen Abgesang auf unerfüllte Hoffnungen an. Viel mehr geht es in ihrem Stück darum, warum die Dinge (meistens) anders laufen als erwartet; woraus die eigenen Erwartungen bestehen; wie sie sich mit der Zeit verändern und: unter welchen Einflüssen das geschieht.
Es geht darum, wie wir mit diesem Scheitern umgehen wollen, wie wir es handhaben und womöglich zu etwas Positivem umdeuten können. Es geht darum, wie und warum wir uns (anders) entscheiden. Was uns dabei beeinflusst. Wer uns manipuliert. Und wie sich daraus unser Selbstbild zusammensetzt.   

KONZEPTION
Lumpenbrüder Productions

spiel 
Yoshii Riesen
Patrick Gusset
Oliver Goetschel

TEXT & Dramaturgie
Christian Hansen

REGIE 
Laurent Gröflin

REGIEASSISTENZ
Niki Rhyner

AUSSTATTUNG
Chasper Bertschinger

PRODUKTION
stranger in companyⓅ

Spieldaten

Theater Roxy Birsfelden

Do 22.3.2012 (Premiere)  
Sa 24.3.2012
Do 29.3.2012
Fr 30.3.2012 
Sa 31.3.2012

jeweils 20Uhr

Preise: Chf 30.-/20.-/15.-

Vorverkauf: www.theater-roxy.ch

Wir danken

Fachausschuss Theater BS/BL
GGG
BLKB Jubiläumsstiftung
Wilhelm und Ida Hertner-Strasser Stiftung
28. März 2012 Premiere - Babur in London

Am 28. März 2012 feiert die Oper Babur in London in Zürich ihre Uraufführung. Babur in London ist ein eindringliches, poetisches Porträt vier junger Menschen und ihrer Auseinandersetzung mit ihrem Glauben. In einem Londoner Vorort plant die Gruppe einen Terroranschlag und wird dabei vom Geist Baburs heimgesucht; Babur war der erste Moghul-Kaiser Indiens, Krieger und Poet in einer Person. Zwei Welten begegnen sich, und die Männer und Frauen sind gezwungen, ihre Weltanschauung zu hinterfragen.

Der Komponist schreibt: "In der Oper Babur in London prallen zwei gegensätzliche Welten aufeinander, vermischen sich und werden wieder getrennt. Auf der einen Seite die übersinnliche Welt Baburs, lyrisch, berauscht, eloquent, ausdrucksvoll, durchaus mit brutalem Unterton, wo Dichtung, Parfum, Geselligkeit, Musik, Sex, Krieg und Wein alle unverzichtbare Bestandteile seines höfischen Lebens sind (und gleichzeitig auch Werkzeug seiner Art Religiosität); auf der anderen Seite die prosaisch graue und engstirnige Weltanschauung der modernen Terrorgruppe. Die entstehende Durchmischung dieser Welten, in erster Linie durch die Figur Sairas, gewissermassen Baburs Seelenverwandte in der modernen Welt, ist der Ausgangspunkt der musikalischen Dynamik."

Komposition
Edward Rushton

Libretto
Jeet Thayil

Regie
John Fulljames

Musikalische Leitung
Tim Murray

Spiel
Omar Ebrahim (Babur), Kishani Jayasinghe (Nafisa), Annie Gill (Saira), Damian Thantrey (Faiz), Amar Muchhala (Mo)


ensemble für neue musik zürich 

Hans-Peter Frehner (Flöte), Lorenz Haas (Schlagzeug), Phillip Schaufelberger (E-Gitarre), Nicola Romanò (Cello), Anna Trauffer (Kontrabass)


Ausstattung

Sarah Beaton

Lichtdesign
Matt Haskins

Video/Projektion
Ian William Galloway

Produktion Schweiz
stranger in company℗

Spieldaten

28. März 2012 Theater Rigiblick Zürich (Uraufführung)

29./30. März 2012 Theater Rigiblick Zürich

4. April 2012 Gare du Nord Basel

5. April 2012 Lokremise St. Gallen

jeweils 20Uhr


Vorverkauf

Theater Rigiblick Zürich, Germaniastrasse 99, 8044 Zürich, Tel 044 361 80 51, http://www.theater-rigiblick.ch/spielplan/billette.htm


Gare du Nord Basel (im Badischen Bahnhof), Schwarzwaldallee 200,  4058 Basel, Tel 061 683 13 13, http://www.garedunord.ch/vorverkauf/


Lokremise St.Gallen, Grünbergstrasse 7, 9000 St.Gallen, Tel 071 277 82 00, http://www.kulturticket.ch/ 

11. Mai 2012 Premiere - Gian Girun

Unter dem Pseudonym Gian Girun hat Ursina Clavuot Geer in den 1930er Jahren Novellen veröffentlicht. „Maria e sieu chucal“ (Maria und ihr Schwein), eine dieser Novellen, wird zur Grundlage für das Tanzstück „Gian Girun“. Mittels assoziativen Tanz- und Klangbildern wird von Maria, ihrem Schwein aber auch von der Schriftstellerin Ursina Clavuot erzählt.

 

Die Geschichte „Maria e sieu chucal“ wird nicht chronologisch erzählt. Vielmehr werden der sozialkritische Subtext, die emotionalen und die landschaftlichen Stimmungen des Textes tänzerisch und musikalisch gestaltet.

 

Die künstlerische Umsetzung findet in fliessenden Szenen und unterschiedlichen räumlichen Kontexten statt. Im inneren Raum beginnt die Tänzerin allein, in der Ruhe und noch ohne Musik. Die Sprache bringt als erster akustischer Impuls Bewegung in den Körper. Die Sprachen, Rätoromanisch und Deutsch, ziehen sich als roter Faden durch die Szenen. Der Text wird während des Stücks lieve gesprochen.

Aus dem äusseren Raum dringt die Musik als zweiter Impuls hinein. Die akustische Begleitung, die sowohl aus Musik, wie auch aus Geräuschcollagen besteht, wird von einem Musiker live auf der Bühne gespielt.

 

Das Bühnenbild, das am Anfang den inneren vom äusseren Raum trennt, verändert sich im Verlauf des Stücks, hebt die Grenzen auf, schafft neue Räume und wird so zum dritten Akteur auf der Bühne. Es ist als hölzerner Baukasten angedacht, dessen verschiedene Module und Teile beliebig kombiniert werden können. Die Basis bildet eine mit Scharnieren verbundene, bewegliche, zweiteilige Wand. Aus dieser kann eine Bank (wie man sie oft vor Engadinerhäusern sieht), ein Tisch und eine Lampe herausgenommen, bzw. –geklappt werden.

 

Das Stück entwickelt sich zu einem Miteinander der Akteure. Es findet eine Annäherung und gegenseitige Inspiration statt. Einem Crescendo ähnlich verdichtet sich das Geschehen.

 

«Que d’eira üna bella damaun da settember, ed il tschêl nun eira mê sto uschè blov s-chür. La not eira gnieu üna brüs-china alva süsom las muntagnas, e que d’eira ün queder grandius. Scha signura Deta avess gieu mez minut temp per uzer ils ögls da las chavagnas plainas roba da laver, chi eira immez chadafö, avess’la schmancho per ün mumaint sieus pissers.»


Das war ein schöner Septembermorgen, und der Himmel war noch nie so dunkelblau. Während der Nacht hatte sich eine hauchdünne Schneedecke über die Berge gelegt, und das ergab ein wundervolles Bild. Wenn sich die Herrin Deta nur eine halbe Minute Zeit genommen und ihren Blick von den vollen Wäschekörben inmitten der Küche gehoben hätte, so wären für einen Moment ihre Sorgen vergessen gewesen.

 

aus „Las Novellas da Gian Girun, Maria e sieu chucal“ 1938

Choreogfaphie / Tanz
Seraina Sidler-Tall

Musik        

Marc Jenny  

 

Bühne/Installation

Katharina Wieser

 

Lesung

Sara Francesca Hermann

 

Texte

Ursina Clavuot Geer

 

Grafik

Mischa Sidler

 

Dramaturgie

Stefanie Herzberg

 

Kostüme

Suzana Meyer

 

Produktion
stranger in companyⓅ

Spieldaten

 

11.Mai 2012 Premiere, Shedhalle Zug

 

12. Mai 2012 Aufführung, Shedhalle Zug

 

25. Mai 2012 Aufführung, Lokremise St. Gallen

 

8. Juni 2012 Aufführung, Postremise, Chur

 

9. Juni 2012 Aufführung, Postremise, Chur

 

Weitere Vorstellungen:

 

Herbst 2012 Theater Tuchlaube Aarau

 

Herbst 2012 Kulturzentrum Nairs Scuol

19. Juni 2012 - Forelle Stanley
Kammeroper von Daniel Fueter. Das symbiotische Zusammenleben von Sugar und Grace, einem ungleichen Zwillingspaar im Norden Kanadas gerät aus den Fugen, als an ihrem dreissigsten Geburtstag Forelle Stanley in beider Leben tritt.

Grace und Sugar, ein ungleiches Zwillingspaar, feiern ihren dreissigsten Geburtstag. Sie leben in Tumbler Ridge, einem abgelegenen Provinznest im unwirtlichen Norden Kanadas. Die Müllkippenaufseherin Grace gehört zur Lokalprominenz, ihre Schwester Sugar hat das Haus seit Jahren nicht verlassen. Als Forelle Stanley, auch er ein Eigenbrötler, ums Haus schleicht, ist sie gerade dabei, ihrem tristen Leben ein Ende zu setzen. Als Lebensretter verschafft er sich Zugang ins Haus. Ist er vielleicht der Frauenmörder, von dem in allen TV-Kanälen die Rede ist? Sicher ist nur dies: Mit dem Auftritt von Forelle Stanley ändert sich das Leben von Grace und Sugar unwiderruflich.

«Forelle Stanley» ist das dritte Theaterstück der jungen kanadischen Autorin Claudia Dey und in vielerlei Hinsicht eine ideale Vorlage für die moderne Kammeroper, die Daniel Fueter für die dafür mitwirkenden Sängerinnen und Musiker komponiert hat. Die Geschichte von Grace, Sugar und Forelle Stanley lässt sich schwer nur einem Genre zuordnen: boulevardeske Krimi-Passagen wechseln sich mit Szenen ab, die ein Psychogramm der beiden vom Schicksal aneinander geketteten Schwestern zeichnen. Auch auf Ebene der Musik wird mit verschiedenen Stilen gespielt. Daniel Fueters Komposition bewegt sich zwischen Elementen der Populärmusik der achtziger Jahre, Pop- und Rockanklängen des zwanzigsten Jahrhunderts, Musicalstrukturen und zeitgenössischer klassischer Musik.

 
Komposition
Daniel Fueter
 
Regie
Philip Bartels

Musikalische Leitung
Sebastian Gottschick

Korrepetition
Simone Keller

Libretto
Mona Petri

Bühne
Markus Schmid

Kostüme
Marion Steiner

Licht/Technik
Li Sanli

Sänger
Rea Claudia Kost (Mezzosopran)
Marian Dijkhuizen (Mezzosopran)
Jeannine Hirzel (Mezzosopran)
Niklaus Kost (Bariton)

ensemble für neue
musik zÜRICh

Hans-Peter Frehner (Flöten)
Manfred Spitaler / Donna Molinari (Klarinetten)
Urs Bumbacher (Violine)
Nicola Romanò (Violoncello)
Viktor Müller (Piano)
Sebastian Hofmann (Schlagzeug)
WIR DANKEN

Stadt Zürich Kultur

Kanton Zürich Fachstelle Kultur
Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
Ernst Göhner Stiftung
Kulturstiftung Landis & Gyr
Migros Kulturprozent
Fondation Christiane et Jean Henneberger-Mercier 
Stanley Thomas Johnson Stiftung
Alexis Victor Thalberg Stiftung
SIG - Schweizerische Interpretengenossenschaft
Familien-Vontobel-Stiftung
Parrotia-Stiftung
Stern-Theater-Produktion
Spieldaten

Theater Rigiblick, Zürich
22.09.2011 (Uraufführung)
24.09.2011
29.09.2011
30.09.2011
01.10.2011

19.06.2012
20.06.2012

jeweils um 20:00 Uhr
Frühling 2012 - Ustrinkata-Tour

Am 1. Februar 2012 erscheint Arno Camenischs drittes Buch „Ustrinkata“. Die Buchvernissage wird im Theater Chur stattfinden. Danach sind Lesungen in der ganzen Schweiz geplant. Arno Camenisch tritt alleine, oder zusammen mit dem Musiker und Sänger Pascal Gamboni auf.

Arno Camenisch wird bei diesen Lesungen zum grossen Teil aus „Ustrinkata“ lesen, wird sich dann aber auch einige Minuten „Sez Ner“ und „Hinter dem Bahnhof“ widmen und zum Schluss einige neue spoken word-Texte vorstellen.

Die Auftritte mit Pascal Gamboni sind ein poetisches Zusammenspiel von zwei Geschichtenerzählern, die das Erzählen des jeweils Anderen verdichten und vorantreiben.

 

Es ist der letzte Abend in der Helvezia, der Alkohol fliesst in Strömen wie der junge Rhein, und wes des Herzen voll ist, des geht der Mund über: Jetzt heisst es Austrinken! Noch einmal sitzen sie um den runden Tisch, der Otto, die Tante, der Luis, der Giachen und mit ihnen all die andern, die noch leben oder schon lange tot sind. Arno Camenisch hört ihren tragischen und zugleich komischen Geschichten genau zu, mit seinem präzisen Sinn für den Klang und die Eigentümlichkeiten ihrer Sprache hält er diese von Tod und Vergessen, von Naturgewalten und menschlichen Abgründen, von Hochwassern und Liebeswirren, von Steinschlägen und Händeln bedrohte Welt lebendig. Auf unverkennbar eigenwillige Art beschliesst Arno Camenisch mit "Ustrinkata" nach "Sez Ner" und "Hinter dem Bahnhof" seine äusserst erfolgreiche Bündner Trilogie – es geht alles zu Ende, aber so lange einer noch erzählt, ist das letzte Glas nicht ausgetrunken.

LESUNG
Arno Camenisch


MUSIK
Pascal Gamboni
Alle Spieldaten auf:
www.arnocamenisch.ch




WIR DANKEN:

SWISSLOS/Kulturförderung, Kanton Graubünden
Stadt Chur
Fondation Oertli-Stiftung
Juni 2012 Premiere - Wunder geschehen
Wunder geschehen
Ein Erzähltheater von Magdalena Nadolska nach der Erzählung "Regina Zimet - Die Anne Frank des Veltlins" von Marco Frigg

Die Familie Zimet hatte wohl einen sehr tüchtigen Schutzengel. Nur dank der Hilfe von zahlreichen mutigen Menschen und einer Reihe von an Wunder grenzenden Zufällen haben das Mädchen Regina und ihre Eltern Rosalie und Fiskel den Zweiten Weltkrieg überlebt. «Regina Zimet – Die Anne Frank des Veltlins» erzählt die wahre Geschichte des jüdischen Mädchens Regina Zimet und ihren Eltern auf der Flucht vor den Nazis. Die Flucht vor dem nationalsozialistischen Regime aus Deutschland wurde nämlich zu einer jahrelangen nicht endenden Odyssee, die sie von der Hitze in der Wüste Bengasi zu den tief verschneiten Pässen in Italien führte. Die Familie Zimet findet nach einer erbarmungslosen Zeit Zuflucht bei der Familie Della Nave in einem kleinen Bergbauerndorf im Veltlin, ganz nah an der Bündner Grenze. Dort verbrachten sie 16 Monate zwischen Angst, Hoffnung und Verzweiflung. Mitten im Kreuzfeuer von Faschisten, Deutschen, Alliierten und Partisanen überstand die Familie zahlreiche Razzien und besiegte den ewigen Hunger. Anders als Anne Frank überlebt Regina den 2. Weltkrieg.

Das Erzähltheater spielt auf mehreren Ebenen: Einerseits spielt eine junge Regina die unmittelbaren Geschehnisse mit kindlich-naivem Blick und andererseits kommentiert und ergänzt eine erwachsene Regina die jeweiligen Szenen. Zwanzig bis dreissig erfahrene Amateurschauspieler und theaterbegeisterte Laien werden auf der grosszügigen Bühne der Bündner Arena in Cazis stehen. Die Sänger des Chor piCANTO mischen sich auch unter das Spielpersonal und ihre Geräusche und Klänge unterstützen die ganze Szenerie.
Regie
Philipp Lenz

Regieassistenz
Carmen Caviezel

Autorin
Magdalena Nadolska

Musikalische Leitung
Manuela Gava

Bühne/LICHTDESIGN 
Ueli Binggeli

Kostüme
Lilo Kuhn

Visuelle Gestaltung
Christina Luzzi

SchauspielerInnen
N.N.

Chor piCanto
Sopran            
Manuela Gava, Eva Furger,
Anita Hugentobler


Alt
Sabina Ronchetti, Vera
Widmer, Claudia Liver


Tenor
Beni Schnellmann, Claudio
Giger, Lukas Kobler


Bass
Roman Caviezel, Beta Juon,
Silvio Canetg
SPIELDATEN

BÜNDNER ARENA, CAZIS GR

08.06.2012 (Premiere)
09.06.2012
10.06.2012

14.06.2012
15.06.2012
16.06.2012
17.06.2012
 
21.06.2012
22.06.2012
23.06.2012
24.06.2012